Bauen im Bestand

Einzeldenkmal H31, Bad Wildungen Altstadt
Architektenleistungen LP 1-9, HOAI
Baubeginn: 2016

Das in der historischen Altstadt von Bad Wildungen stehende Wohnhaus
zeigte im Bestand eine Besonderheit, das Fachwerkhaus war vertikal geteilt.
Zwei getrennt lebende Familien nutzten ein gemeinsames Treppenhaus.
Im Lauf der vergangenen Jahre gab es etliche Um- und Anbauten.
Das Einzeldenkmal befand sich bei der Übernahme in einem beklagenswerten
Bauzustand.

Große Teile des Gefüges hatten ihre Tragfähigkeit durch Fäulnisschäden,
Überlastungsbrüche und nachträgliche Umbauten eingebüßt.
Zunächst galt es, die am Südgiebel befindlichen Anbauten abzubrechen
und den Bestand zu sichern.

Die Ertüchtigung des Fachwerks / Tragwerks erfolgt in traditioneller Weise
unter Einsatz der klassischen Zimmerermannsverbindungen wie Verblattungen,
Verzapfungen, Anschuhungen. Allerdings wurden auch statische Ertüchtigungs-
maßnahmen mit Stahlprofilen erforderlich.

Neben der erfolgreichen Sanierung des Baudenkmals hat die Planung auch die
Aufgabe, das Fachwerkhaus für zeitgemäßes Wohnen zu entwickeln.
Zur Neuorganisation der Grundrisse gehört auch die Veränderung der
Erschließung der beiden Wohneinheiten. Es wurde entschieden, die innen-
liegende Treppe durch ein neues Treppenhaus zu ersetzen.
Hier treffen Alt und Neu aufeinander. Das neue Treppenhaus steht als Solitär
neben dem historischen Fachwerkhaus. Die Verkleidung der Fassade mit Corten-
Stahlplatten gibt dem Neubau seinen ganz eigenen unverwechselbaren Charakter.
Das verbindende Element Steg schafft die Symbiose von alt und neu.

Portfolio

« nach oben

website made by roger mueller design